Fasten! aber wieso?

Als junger Christ wollte ich nichts mehr als Jesus nachzufolgen. Wenn mich das etwas kosten soll, nur zu, denn wenn etwas einen grossen Wert hat, darf es auch einen grossen Preis haben.
Manchmal hörte ich von Christen, die fasteten, um Jesus näher zu kommen.
Das wäre so ziemlich der grösste Preis, den ich mir vorstellen konnte, so sehr liebe ich das Essen. Wäre ich bereit mich darauf einzulassen? Für Gott? Ja vielleicht. Aber ich verstand nicht wieso.
Gerade weil ich das Essen so sehr schätze, liebe ich Gott. Essen ist für mich Lobpreis, dabei geniesse ich, was Gott geschlafen hat. Essen ist für mich aktive Dankbarkeit Gott gegenüber.
Natürlich könnte ich auch essen, ohne dabei an Gott zu denken. Aber ich bin wirklich dankbar und ich fühle mich Gott tatsächlich sehr nah, wenn ich esse. Wieso sollte ich damit aufhören?


Um das Essen danach, um so mehr zu geniessen?

Nein, das überzeugt mich nicht. Mann sagt: „Der Hunger ist der beste Koch“. Damit bin ich nicht einverstanden. Nur ein lausiger Koch hat es nötig seine Gäste erst hungern zu lassen, damit ihnen sein Gericht schmeckt. Gott ist kein lausiger Koch. Ich weigere mich strickte gegen aller Theologie, die behauptet, dass wir den Kontrast des Leides brauchen, um das Gute aus Gottes Hand schätzen zu können. Aus meiner Sicht ist das Gotteslästerung. Es stimmt einfach nicht. Im Himmel wird es kein Leid, keinen Mangel geben und wir werden die Gaben Gottes noch mehr – nicht weniger – geniessen als jetzt.


Um mehr Zeit fürs Gebet zu haben?

Nun ich bete vor dem Essen ich bete nach dem Essen ich bete wärend dem Essen…


Weil es gesund ist?

Ok das leuchtet mir ein. Aber dann ist es eine Fastenkur und nichts Spirituelles. Wenn jemand behauptet zu fasten, um Gott näher zu kommen, es ihm aber in Wahrheit um Entschlackung geht oder einfach nur ein paar Kilo abnehmen will, ist das geheuchelt. Dass will ich bestimmt nicht.


Um Gott zu zeigen, wie ernst es dir ist?

Um ehrlich zu sein, für mich klingt das nach Hungerstreik. Ich hab einen Wunsch, du sollst ihn erfüllen, weil du ihn mir nicht erfühlst, esse ich nicht. Jetzt geht es mir verschissen und du Gott bist schuld daran.
Nicht gerade die Art von Beziehung, die ich mit Gott haben will.


Es macht keinen Sinn aber es funktioniert!

Diese Antwort bekam ich von meiner Teamleiterin bei meinem Praktikum mit MetroWolrdChild. Es ist die einzige Antwort, die mich überzeugte. Also probierte ich es aus.

Hier meine Erfahrungen:

Das erste Mal fastete ich wären meinen Ferien. Ich hab viel geschlafen und erlebte die Zeit als erholsam. Ich verbrachte viel Zeit alleine und hatte nicht das Bedürfnis mich ständig abzulenken. Es viel mir auch viel leichter mich z.B. von pornographischen Videos fernzuhalten. Zum Beten hab ich mir nie wirklich Zeit genommen aber ich verbrachte den Tag bewusster mit Gott.

Als ich mich das erste Mal zum Fasten während der Arbeit entschied. War meine grösste Sorge, meine Arbeitskollegen könnten mich fragen, wieso ich nicht esse. Ich wusste ja selbst nicht wieso. Zu der Zeit arbeitete ich über ein Temporärbüro und habe gerade an einem neuen Arbeitsort angefangen. Als einer meiner neuer Kolegen hörte, dass ich gläubig sei meinte er nur: „Aber hoffentlich nicht so extrem, dass du fastest und so… vor Kurzem hat hier jemand gearbeitet der deswegen fast vom Dach gefallen ist“. Das war der Tag, an dem ich mit Fasten anfangen wollte. Ich wollte nicht unverantwortlich sein und frage Gott. Gott fragte zurück ob ich meine Kraft von ihm oder vom Essen empfangen will. Ich entschied mich, darin auf Gott zu vertrauen, fastete und hatte nicht ein Mal ein Gefühl von Hunger oder Schwäche.
Krass war für mich, als ich wenig später den Znüni vergessen habe und mich den Hunger bis zum Mittagessen so sehr plagte, dass ich fast nicht mehr arbeiten konnte.

Als ich das erste Mal länger als eine Woche fastete, merkte ich, wie sich meine Wahrnehmung veränderte. Total entschleunigt aber konzentriert konnte ich mehr leisten als zuvor. Ich nahm mich, meine Gefühle aber auch andere viel intensiver wahr und hatte zahlreiche tiefe zwischenmenschliche Begegnungen. Danach war der Fastenbruch tatsächlich ein riesen Fest für mich. Hunger hatte ich nur in den ersten 3 Fasten-Tagen und er überkam mich auch nicht, als ich wieder anfing zu essen. Ich konnte in kleinen Happen einfach nur geniessen und der Geschmack meiner Kochkunstwerke entfaltete sich in meinem Mund sehr viel intensiver als ich es sonst erlebe.

Total motiviert von diesem Erlebnis startete ich in meine nächste Fastenzeit. Die ersten Tage fühlte ich mich, schlapp, gerädert, ja richtig krank als hätte ich eine Lebensmittelvergiftung. Wahrscheinlich hab ich tatsächlich irgendeine Entgiftung durchgemacht. Wahrscheinlich hat es meiner Gesundheit gut getan, aber es hat mich auch gedemütigt. Es zeigte mir, dass ich kein Rezept für ein besseres Leben gefunden habe. Mir wurde bewusst, dass es reine Gnade war, dass es mir die anderen Male so leicht gefallen ist. Aber selbst das Leiden trieb mich konstant und sehr bewusst in die Nähe Gottes.

Bei meiner letzten Fastenzeit nahm ich zuerst Abführ-Salz ein, um den Darm zu entehren. Aus körperlicher Sicht wird das Fasten dadurch tatsächlich viel einfacher. Denn sobald der Verdauungstrakt nichts mehr zu tun hat, hat der Körper wieder neu Energie für anderes und das Hungergefühl hört auf. Aber das Hungergefühl ist nicht nur schlecht… es stellt ständig die Frage: „Wieso tust du das überhaupt?“ Wenn deine ehrliche Antwort lautet: „Um Gott näher zu sein“, wirst du die ganze Zeit ununterbrochen immer auch Gottes Nähe suchen. Dafür lohnt es sich, zu fasten.

Der postmoderne Mensch:

  • Kann andern sagen, dass es falsch ist, anderen zu sagen, dass sie falsch liegen.
  • Kann andere Menschen diskriminieren, weil diese andere Menschen diskriminieren.
  • Kann es nicht tolerieren, wenn Andere, Andere nicht tolerieren können.
  • Kann sagen, dass es falsch ist zu moralisieren, ohne zu merken, dass er damit moralisiert.
  • Kann sagen, dass es keine allgemeingültige Wahrheit gibt, ohne zu merken, dass er damit behaupten etwas allgemeingültig Wahres zu sagen.
  • Durchs Tal hindurch

    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du [Gott] bist bei mir (Psalm 23,4).

    Immer wieder darf ich feststellen, dass wenn wir in finstere Täler gelangen. Gott uns nicht umkehren lässt, sondern durch das Tal hindurchführt. Mit Gott geht es nicht zurück, sondern vorwärts.
    Nachfolgend sind einige Lieder, die mich in so manchen Tälern begleitet und gestärkt haben

    Zu den Liedern

    Freudig erzählt die Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz weiter, was ihr ein Priester erklärte, als sie wissen wollte, weshalb die Kirche so „verkrampft“ an der Ehe festhält:

    Das Mutigste, was ein Mensch tun kann, ist sich voll und ganz auf einen anderen einzulassen. Die Ehe ist ein geschützten Rahmen, in dem das möglich ist. Wenn dann Erotik dazukommt, ist es Liebe, wie sie Gott vorgesehen hat. Alles andere ist erweiterte Selbstbefriedigung.

    Weil das Leid zu beseitigen bedeuten würde, den Leidbringer zu beseitigen.

     
    Ich Liebe Gott über alles; liebe alles was er tut; glaube, dass er mich gemacht hat. Wie kann ich dann mich selbst nicht lieben?

    Gestern habe ich wohl das schönste Kompliment meines Lebens bekommen.
    Jemand soll über mich gesagt haben: „Jedes Mal, wenn er den Mund öffnet, wird meine Liebe zu Jesus ein bisschen grösser“.
    Wow… was soll ich dazu noch sagen… ich liebe dich Jesus!

    „Wenn Gott wirklich gut wäre“, erklärte mir heute ein Arbeitskollege, „würde er alles Böse vernichten! – Ausser mich natürlich.“

    I lift my eyes up, to the mountains

    Praise You In This Storm

    Blessed Be Your Name

    No Longer Slaves

    Fear Is a Liar

    Weep With Me

    I Can’t Even Walk


    His Eye Is on the Sparrow

    Warrior is a child