Sooo unvernünftig!

„Hey, als du in der Schule ausgelacht wurdest, hast du jemals daran gedacht dich umzubringen?“

Ich wahr 16 Jahre alt in einem Lager mit ca. 80 Teenagers. Viele davon kannte ich gut aber mit diesem kleinen Mädchen habe ich noch nie gesprochen, ich wusste nicht mal ihren Namen. Als sie mich angesprochen hat, fragt sie bereits im ersten Satz, ob ich suizidgefährdet bin. Und woher bitte weiss sie, dass ich in der Schule gemobbt wurde? Das war einmal jetzt geht’s mir gut. „Ne so schlimm war es nie. Sicherlich hab ich mir schon Gedanken über Selbstmord gemacht. Daran gedacht hat wahrscheinlich jeder schon mal aber es ernsthaft in Erwägung gezogenen? Ne, das habe ich nie.“ Sie: „Ich habe meinen Eltern bereis einen Brief – einen Abschiedsbrief geschrieben.“

Sie merkte, dass sie mich überforderte gab, aber nicht auf und ging gleich auf die nächste Person zu, welche ihr vielleicht helfen könnte und zur übernächsten und zur überübernächsten.

Von meinen Erfahrungen mit Mobbing hörte sie übrigens von mir selbst. Ich wollte in einer Anbetungszeit von Gottes Grösse zeugen, doch aus Verlegenheit fand ich keine Worte. Ich stammelte irgendwelches — aus meiner Sicht — wirres Zeugs, vor mich hin, bis ich aufgab und beschämt das Mikrophon hinlegte. Ich hatte keine Ahnung, dass Gott mich dabei brauchte, um ein kraftvolles Zeugnis über seine Liebe in Bedrängnis abzulegen. Ein Zeugnis aus meinem Leben, welches alle hörten, nur ich selbst hab nichts davon mitbekommen.

Mirjam, inzwischen fand ich heraus, wie sie heisst, hatte neben ihren soziale Schwierigkeiten auch körperliche Gebrechen, Komplikationen mit Rücken, Gelenke und Atmung. Wir gingen auf eine zweitägige Wanderung. Einige versuchten ihr auszureden, mitzukommen. Dafür hatte sie kein Gehör.

An einer steilen Stelle der Wanderung hörte sie plötzlich auf, zu sprechen. Mirjam war so muksmäuschenstill, dass wir uns Sorgen machten. Doch so sehr wir sie auch bestürmten, sie lief einfach schweigend weiter. Bis sie zusammenbrach. Erstaunlich schnell erholte sie sich wieder. Eine Leiterin schlug vor, sie solle sich an einem Rucksack von jemandem festhalten, und sich ziehen lassen.

Auch davon wollte sie nichts wissen. Ich machte ihr zwar klar, dass ich gerne Zugesel spielen würde, wollte sie aber nicht weiter bedrängen. Kurz darauf fand diese Leiterin, dass sich die Bändel meines Rucksackes hervorragend eigenen um sich daran festzuhalten und lies sich fröhlich, lachend von mir ziehen, ein weiteres Mädchen stellte fest, dass ich ja zwei solche Bändel habe und so zog ich gleich zwei Junge Frauen den Berg hinauf. Es funktionierte, als Mirjam sah, dass sie nicht die Einzige sein wird, die sich ziehen lässt, lies sie sich von einem grösseren Mädchen helfen.

An diesem Abend sass ich etwas deprimiert auf einer Mauer, in den vergangenen Tagen hatte ich einiges erlebt, das mich beschäftigte, so ruhte ich mich in der Gegenwart Gottes aus und sang Lobpreislieder.

Mirjam setzte sich zu mir und fragte, wieso ich immer so gut drauf sei. Ich war erstaunt und wollte wissen, wie sie darauf kommt, worauf sie bemerkte, dass ich so oft Lieder singe. Ich erklärte ihr, dass ich gerade deshalb lobsinge, das ich mich eigentlich nicht gut fühle, es mir aber wohler ist, wenn ich Gott loben kann.

Sie sass noch eine Weile schweigend neben mir und ich sang leise weiter. Dann ging sie auf jemand anderes zu der hat mal etwas über Vergebung gesagt. Von ihm wollte sie lernen und fragte ihn aus.

Ich war beeindruckt von ihr. Sie suchte Hilfe, wo sie nur konnte, sie lies nicht locker und sie bekam Hilfe. Ein Jahr später vernahm ich, dass sie Klassensprecherin geworden ist von derselben Klasse, die sie beinah in den Tod getrieben hat.

Die Wanderung ging weiter und begann gleich am Anfang mit einem langen konstanten Anstieg.

Ich sah Mirjam mit einer Freundin weit hinter uns. Da wir kurz davor standen Sichtkontakt zu verlieren lief ich zurück und machte ihnen nicht unfreundlich aber deutlich klar, dass sie aufholen müssen. Sie, etwas vor den Kopf gestossen, entschuldigten sich, dass sie ja wollen aber nicht können.

War ich zu arrogant? Ich war ja nur ein anderer Teenager. Hatte ich das Recht, so mit ihnen zu reden? Ich lies mich nicht beirren und forderte die Beiden auf, mir ihre Rucksäcke zu geben.

Da ich ihre Sachen hatte, blieb ich in ihrer Nähe. Bald darauf, immer noch weit hinter den Anderen kam Mirjam auf die Idee, Loblieder zu singen. Ich war entsetzt, was hab ich da nur angestellt. Da ist sie mit Kreislaufprobelehmen am Wandern und jetzt will sie, wegen meinem Zeugnis, auch noch singen!? Soo unvernünftig. Oder? Gott lehrte mich eines Besseren. Die nächsten sechs Stunden verbrachten wir drei im lauten Worship, wir marschierten fröhlich vor Gott, denn anderen voraus.

Bitte niemals um eine (Neu-) Erfüllung im Geist, wenn du in einer Bibliothek bist.

Als charismatisch erzogener Christ hatte ich zwar schon lange Heilsgewissheit, hinterfragte mich aber manchmal, ob ich etwas an göttlicher Kraft verpasse, weil ich mich an keine typische Geistestaufe erinnern kann. In pfingstlichen Kreisen wird das erfüllt sein im Geist auffallend oft mit der Zungenrede in Verbindung gebracht. Ich verfüge nicht frei über die Glossolalie. Dies verstärkte meine Verunsicherung.

Das Buch „Geist Gottes – Quelle des Lebens: Grundlage einer missionalen Pneumatologie“, las ich mit grossem Interesse. Irgendwie überzeugte mich der Autor Heinrich Christian Rust, dass seine Lehre gut fundiert ist und nicht verblendet von abstrakter Theorie oder ungeprüften Erfahrungen.

Etwa in der Mitte des Buches erklärt er, dass der Geistempfang wie auch der Glaube, die Busse und die Wassertaufe, eine christliche Grunderfahrung ist (s.:154). Dass diese Erfahrungen nicht immer gleichzeitig erlebt werden und auch nicht immer in der gleichen Reihenfolge. Von sich selbst erzählt er, dass er sich an mehrere Zeiten erinnern kann, an denen er den Geist mindestens so intensiv erlebt hat wie bei seiner ersten Taufe im Heiligen Geist (s.:174).

Darauf bat ich den Heiligen Geist, mich neu zu erfüllen.

Ich fühlte mich als würde mir der Geist einen fragenden Blick zuwerfen, bevor er seinen Spass mit mir triebe.
Dann realisierte ich, dass ich in einer Bibliothek war, wo ich zur absoluten Stille verpflichtet bin.
Gar nicht so einfach, wenn dir der Geist einwenig Saft einspritzt.

Ich stand sofort auf mit einem rissigen Grinsen auf dem Gesicht den Lippen fest zusammen gepresst. Fest entschlossen in der Bibliothek nicht zu lachen, zottelte ich bauchgekrümmt hinaus nur, um lautlachend die Strasse rauf und runter zu laufen.

Danke Gott, das hat gut getan.

Die beste Botschaft

Du bist wertvoll, ich weiss das, aber es von sich selbst zu wissen ist nicht immer einfach. Jemand muss es dir und mir sagen, bevor wir es glauben können. Deshalb wünscht sich jedes Mädchen und jede Frau, dass Ihr eigener Vater sagt: „Du siehst gut aus, du bist wunderschön“. Deshalb können Knabe aber auch noch ältere Männer, überrissen grosse Dinge unternehmen, nur um vom eigenen Vater zu hören: „Ich bin Stolz auf dich“.

Ich kann dir sagen, das du wertvoll bist. Und ich meine es auch so. Doch hat es eine höhere Bedeutung, wenn dein Vater dir das sagt. Und noch eine grössere Bedeutung hat es, wenn du es von Gott, unserem himmlischen Vater hörst. Er hat uns gemacht, dich gibt es nur, weil er dich haben wollte!
Es ist sein Herzenswunsch dir ganz persönlich zu sagen: Du bist wertvoll. Er hört nie auf, es dir zu sagen.
Aber was ist, wenn wir ihn nicht hören können? Das bedeutet nicht, dass Er aufgehört hat zu sagen: „Du bist wertvoll“. Es bedeutet lediglich, dass wir dann zu weit Weg sind, um Ihn zu hören. Dass etwas zwischen uns und Gott steht wie eine mächtige Mauer, die schaldicht ist.
Diese Mauer nennen wir Sünde. Sie ist alles was uns ein schlechtes Gewissen macht und alles, was lieblos ist.

Das Problem ist, dass wir diese Mauer niemals abbauen können. Die gute Nachricht ist, dass Gott diese Mauer ebenfalls los werden möchte. Deshalb ist Jesus sein Sohn auf die Erde gekommen, damit er unsere Sünden auf sich nehmen kann. Deshalb ist Jesus gestorben, um unsere Sünden in den Tod zu nehmen. Den einzigen Ort, wo sie uns nicht mehr von Gott trennen kann. So als würde jemand eine Busse für dich bezahlen.
Dies ist ein Angebot, ein Geschenk von Jesus an dich. So als würde er dir Anbieten dein Auto zu waschen. Nur geht es hier um sehr viel mehr. Ein Geschenk kann man sich nicht verdienen, wenn du dafür bezahlen willst, lehnst du den Schenkenden ab. Ein Geschenk kann mann nur annehmen oder eben ablehnen.

Wenn du nicht ausdrücklich möchtest, wird Jesus sich dir nicht aufdrängen. Aber wenn Du Gott als liebender Vater kennenlernen möchtest, dann erzähl Jesus alles was dir ein schlechtes Gewissen bereitet, er will, kann und wird es dir wegnehmen.

Es hat nicht geholfen! – Er hat doch geholfen!

Aber ich… ich mag eifach nöd.

Es begann mit einer Grippe. Schlaflose Nächte folgten. Andauerndes Seitenstechen und Verkrampfung im Brustkasten, Schwachheit als hätte ich seit Wochen nichts gegessen, sowie Schwindel und Konzentrationsstörungen plagten mich so stark, dass eine Telefonnummer einzutippen oder Messer und Gabel in den Händen zu halten mich manchmal überforderten. Und doch funktionierte ich weiter. Zwei Jahre lang lebte ich fast passiv. Ich war so schwach, dass ich meine Augen bei jeder Gelegenheit schloss. Beim Gehen blinzelte ich nur alle zwei oder drei Meter auf. Kein Arzt konnte mir erklären, was mir fehlt. Ich konnte mir nicht erklären, wieso Gott so etwas zulässt.

Nöd us eigner Chraft.

Ich schrie zu Gott, war wütend auf Ihn und klagte Ihn an. Jedoch spürte ich, dass Gott nie von meiner Seite wich, auch dann nicht, wenn ich Ihn aufs Übelste beleidigte. All meine Stärken hatten mich verlassen, ich hatte nichts mehr worauf ich mich verlassen konnte – nur Gott war immer noch da! Vor meiner Krankheit hatte ich ein ziemlich grosses Selbstvertrauen. Trotzdem wusste ich nie, ob ich genüge. Jetzt weiss ich, dass selbst wenn ich an mein Limit komme, werde ich niemals verloren sein. Diese Sicherheit ist mir mehr wert als Gesundheit.  Gott sei Dank darf ich heute beides geniessen. Falls du von irgendeiner Angst geplagt wirst, möchte ich dir Mut machen, Gott kennenzulernen. Er wird dir Sicherheit geben, die sogar über dieses Leben hinausgeht.

Es geht mir schlecht!

Seit längerer Zeit bin ich massiv geschwächt in meiner ganzer Existenz. Sichtbar und benennbar sind meine körperliche Kraft und meine emotionale Schwäche, doch mein ganzes Sein ist am Boden. Ganz anders als früher.
Ich verbringe viel Zeit mit Gott, kann auch gar nicht anders. Ich bin so abhängig und unfähig selbständig zu sein, so ganz gegen meine Gewohnheit. (Es gab Zeiten da habe ich mir gewünscht mehr von Gott abhängig zu sein).

Es geht viel, ich setzte mich mit vielem auseinander, lerne viel, Gott ist mich am verändern ich komme vorwärts auf seinem Weg. Mit meinem Verstand weiss ich, dass dies gut ist, aber – ich will nicht mehr. Mir Gehts schlecht, ich sitze im Dreck und sehne mich nach Normalität nach dem starken selbstbewussten Benjamin, den ich einmal war.

Da ich über länger Zeit auch nicht mehr arbeiten konnte und auch nicht mehr in meiner Jugi(Jugendhauskreis) wahr freute ich mich letzte Woche wieder in die Jugi gehen zu können. Ich erhoffte mir so richtig auftanken zu können, Gemeinschaft zu haben mit meinem Freunden, mit ihnen das Abendmal einzunehmen, ein bisschen zurück zu kommen zu dem, was ich mein Daheim nenne. Aber ich fühlte mich nicht daheim, wir sprachen über das Gebot der Liebe in Johanes 15.9 , darüber ob uns das ermutig oder eher herausfordert. Ich konnte es nicht sagen es war herausfordernd aber warum? Ich fühlte mich wie, wenn über frisches Wasser geschwärmt wird und ich am verdursten bin.

Ich musste früher nach Hause gehen, weil ich nicht genügend, Energie habe, um am Abend aufzubleiben so ging ich etwas frustriert ohne das Abendmahl einzunehmen. Ich sprach mit Gott und sagte ihm, dass ich in meinem (neuen) Zustand vielleicht nicht mehr Liebe verdient hätte, aber dass ich ganz einfach mehr brauche! Ich fing an zu weinen und schrie zu Gott, klagte ihn an, erklärte, dass ich das nicht will, dass obwohl er mir viel gibt, ich am Verhungern bin. Dass ich so stark hungere, dass ich mir nicht sicher bin, ob mir Satans Alternativen nicht lieber währen. Ich weiss was er mir bietet ist wie Heroin, es sättigt mich nicht auch stärkt es mich nicht wie das Brot Gottes, sondern es zerstört mich, aber wenn ich mich dafür entscheide, würde ich nicht zu wenig bekommen und wenigstens würde es meinen Hunger abtöten. Zu verhungern scheint mir durchaus angenehmer, als zu hungern.
Wen ich physisch so stark am Hungern wäre, hätte ich wohl kaum ein schlechtes Gewissen zu Heroin zu greifen oder zu Morphium, wenn ich extreme Schmerzen verspüre.

So sprach ich mit Gott und wusste, dass er mir zuhörte, er hat mich an gute Predigten erinnert, mich weiter gebracht auf seinem Weg. Er lehrte mich und das ist Gut, denn es ist von Gott. Aber… Ich sagte ihm auch klar, er solle sich einen anderen suchen für seine Lektionen. Ich will nicht mehr!
Im Bett betete ich das Vaterunser mit starker Betonung auf: „Unser tägliches Brot gib uns heute!“
kaum wahr ich fertig klopfte ein Freund an meine Tür, er sah, dass mein Licht noch an war, und brachte mir das Abendmahl.

Halleluja

I lift my eyes up, to the mountains

Praise You In This Storm

Blessed Be Your Name

No Longer Slaves

Fear Is a Liar

Weep With Me

I Can’t Even Walk

His Eye Is on the Sparrow

Warrior is a child